
Wenn Sie in die private Krankenversicherung wechseln wollen, lohnt sich unbedingt ein umfassender Vergleich der Anbieter und Tarife. Die private Krankenversicherung bietet zweifellos den Vorteil, dass der Versicherte unabhängig von der Höhe seines Einkommens eingestuft wird. In der gesetzlichen Krankenversicherung zahlt der Personenkreis, der für die private Krankenversicherung in Frage kommt, oft den Höchstbeitrag.
In der privaten Krankenversicherung werden die Beiträge nach den individuellen Merkmalen des Versicherten wie Alter, Geschlecht und aktueller Gesundheitszustand sowie den Tarifen, die versichert werden sollen, berechnet. Die Tarife werden somit für den Kunden maßgeschneidert. So wird ausschließlich das versichert, was der Kunde als wichtig und sinnvoll erachtet. Die private Krankenversicherung läßt sich nur für das bezahlen, was tatsächlich in Anspruch genommen werden soll. So kann der Versicherte im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung frei entscheiden, ob er bei einem stationären Aufenthalt im Einzelzimmer untergebracht und vom Chefarzt persönlich behandelt werden möchte oder den Zahnersatz zu hundert Prozent bezahlt zu bekommen. Es handelt sich also um ein individuelles Baukastenprinzip. Weiterhin gibt es speziell entwickelte Tarife.
Beamte, Ärzte oder Studenten sind in der privaten Krankenkasse erfahrungsgemäß besonders günstig versichert, erhalten aber mehr Leistungen als in der gesetzlichen Krankenversicherung. Im Gegensatz zur gesetzlichen Versicherung kann der privat Versicherte in vielen Fällen sogar einen nicht unerheblichen Teil seiner Beiträge zurückerstattet bekommen, wenn er Leistungen der privaten Krankenversicherung nicht in Anspruch nimmt. Selbständige und Freiberufler haben einkommensunabhängig Zugang zur private Krankenversicherung. Bei Arbeitnehmern und Angestellten ist die sogenannte Versicherungsfreigrenze zu beachten. D.h. die Brutto Jahresarbeitsentgeltgrenze beträgt aktuell 4162,50 monatlich bzw. 49950 € jährlich. Derzeit muss dieses Einkommen drei Jahre in Folge erzielt werden, um in die private Krankenversicherung aufgenommen werden zu können.
Vor dem Vertragsabschluss mit einer privaten Krankenversicherung, untersucht die Versicherungsgesellschaft den Gesundheitszustand der zu versichernden Person. Anhand der Aussagen in der Gesundheitsprüfung, welche der künftige Versicherungsnehmer macht, entscheidet der Versicherer sodann, ob dem Antrag stattgegeben wird oder ob Leistungsausschlüsse bzw. Risikozuschläge erforderlich sind. Die Fragen dieser Gesundheitsprüfung müssen dringen ehrlich beantwortet werden, um zu verhindern, dass es im Nachhinein Probleme gibt. Sind die Versicherungsrichtlinien erfüllt, steht dem Abschluss einer privaten Krankenversicherung nichts mehr im Wege.
Ein PKV Vergleich wird dringend empfohlen. Erst durch einen genauen Vergleich werden die kleinen Unterschiede der Versicherungen sichtbar. Nicht nur der Beitrag ist eine entscheidende Größe, sondern auch die obigen Kriterien sind wichtig um die passende Versicherung zu finden.
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