Investment Fonds als Geldanlage

 

InvestmentfondsInvestmentfonds dienen der Geldanlage, wobei Käufer Miteigentümer am Fondsvermögen werden. Die Fondsanteile werden von Investmentgesellschaften ausgegeben, die je nach Fondsprofil das eingesammelte Geld in einen oder mehrere Bereiche (Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe etc.) investieren. Zu unterscheiden sind offene und geschlossene Investment Fonds. Bei letzteren existieren Beschränkungen hinsichtlich der Möglichkeit jederzeit Anteile mit der Investmentgesellschaft zu handeln. Außerdem unterliegen nur offene Investmentfonds der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Deshalb sollten gerade unerfahrene Anleger geschlossene Investmentfonds meiden. Im folgenden werden nur offene Investmentfonds betrachtet.

Hat der Anleger sich entschieden, ein Teil seines Geldes in diese Anlageklasse zu investieren, hat er angesichts der Vielzahl zugelassener Produkte die Qual der Wahl. Zur Orientierung ist es ratsam, die vergangene Wertentwicklung zu betrachten, da diese häufig ein Indiz für die zukünftige Performance ist. Zweckmäßig ist dabei ein Vergleich mit geeigneten Indizes. Solche und wesentlich komplexere Berechnungen unternehmen auch Ratingagenturen, welche die Qualität von Investmentfonds ständig evaluieren. Auch ihre Beurteilungen sollten Anleger beachten.

 

Investmentfonds: eine Reihe von Vorteilen

Investmentfonds haben eine Reihe von Vorteilen gegenüber anderen Anlageklassen. Im Gegensatz zu Festgeld können sie in der Regel börsentäglich gehandelt werden. Anders als bei herkömmlichen Zertifikaten ist der Anleger vor einer Insolvenz der Investmentgesellschaft geschützt, da Investmentfonds Teil eines Sondervermögens sind. Im Vergleich zu Direktinvestments in Aktien oder Anleihen ermöglicht der Erwerb eines Investmentfonds eine Risikostreuung, da in der Regel viele Dutzend - teilweise sogar Hunderte – verschiedene Anlagegegenstände in einem Fonds enthalten sind. Gerade Anleger mit kleinem Vermögen erreichen so eine Risikodiversifikation, die ansonsten nur unter hohen Kosten zu erzielen ist. Zudem partizipiert der Käufer am Know-how des Fondsmanagements, das anders als viele Anleger, den Markt ständig überwacht.

Die eierlegende Wollmilchsau sind Investmentfonds allerdings nicht. Sie verursachen höhere Kosten als viele andere Anlageklassen, die das Fondsmanagement erst einmal verdienen muss. So ist nicht nur oft beim Erwerb ein Ausgabeaufschlag zu zahlen, sondern es fallen auch jährlich Verwaltungsgebühren und teilweise erfolgsabhängige Gebühren an. Untersuchungen zeigen, dass ein Großteil der Investmentfonds langfristig nicht in der Lage ist, den jeweiligen Vergleichsindex zu übertreffen. Deswegen ist es für Anleger wichtig den richtigen Investmentfonds zu finden.